Durchleuchtung politischer Beeinflussung und Realität in der Medienübersetzung

In unserer globalisierten Welt wird das politische Leben zunehmend von gegenwärtigem internationalen und transnationalem Einfluss geprägt. Die meisten politischen Ereignisse werden einer nationalen und nicht-nationalen Leserschaft in den Massenmedien präsentiert. Damit nicht-nationale Geschehensbeteiligte von politischen Ereignissen in anderen Ländern erfahren, ist in der Mehrheit der Fälle eine Übersetzung unabdingbar: Das Szenario erfordert die Übersetzung von Medientexten aus der Muttersprache in eine Lingua franca, hauptsächlich in die englische Sprache.

Bezüglich der Übersetzung politischer Texte, weist Baker (2006) äußerst genau darauf hin, dass das Übersetzen ein zweischneidiges Schwert ist, das den Ausgangstext so in die Zielsprache übertragen kann, dass er entweder politische Manipulation enthält oder eben nicht. Sie behauptet auch, dass dies besonders auf politsche Texte in Massenmedien zutrifft. Tatsächlich stellt sich oft heraus, dass einige Länder dafür international kritisiert werden, dass einige Nachrichten, Handlungen, politische Maßnahmen, usw. absichtlich oder versehentlich so übersetzt wurden, dass sie ein Land oder eine politische Instanz in ein schlechtes Licht rücken (z.B. Baker (2006), Valdeón (2007), Chan (2007), Schäffner (1998), Schäffner (2004). Die Untersuchung versucht, diese politische Manipulation aufzugreifen, indem sie ein theoretisches Modell bietet, das diese politische Manipulation genau lokalisieren kann.

Hoffentlich schärfen die Verwendung des TPMC-Modells und die Untersuchungsergebnisse das Bewusstsein für das Vorhandensein möglicher politischer Manipulation in Übersetzungen.

Wie können wir mit Hilfe von sprachlichen Mitteln politische Manipulation in Ausgangs- sowie Zieltexten ausmachen? Wie können wir herausfinden, was passieren wird, wenn diese Texte ausgelegt oder aufgenommen werden? Ich hoffe darauf, dass das theoretische Modell in dieser Untersuchung dabei helfen wird, Antworten auf diese höchst interessanten und derzeit brisanten Fragen zu geben.

Diese Untersuchung analysiert, wie politische Kommunikation besonders in Hinsicht auf Medien, und darunter auf die Presse, das Publikum oder die Leserschaft manipulieren kann. Es wird betrachtet, auf welche Methoden Empfänger/Leser politischer Texte durch mediatisierte Texte einschließlich Übersetzungen beeinflusst werden. Das theoretische Modell in diesem Bericht wurde entwickelt, um die Ergebnisse des Translation-centered Discourse-Society Interface Model (TDSI Model, übersetzungsbezogenes Verbindungsmodell/gesellschaftliche Diskursanalyse), welches detailliert in den folgenden Publikationen beschrieben wurde, zu interpretieren: Bánhegyi (2010, 2011a, 2011b). Nichtsdestotrotz kann das hier eingeführte theoretische Modell auch allein verwendet werden, um Manipulation und Beeinflussung in mediatisierten politischen Texten aufzudecken. Dieses hier eingeführte theoretische Modell erhebt nicht den Anspruch, die einzig richtige Herangehensweise zur Untersuchung mediatisierter politischer Texte innerhalb der Übersetzungswissenschaften zu sein: es wird lediglich als mögliche Herangehensweise präsentiert, wie es auf dem Gebiet der Critical Discourse Analysis (CDA, kritische Diskursanalyse) üblich ist, auf welchem diese gegenwärtige Untersuchung entworfen wird. Außerdem wurde dieses theoretische Modell noch nicht auf Gültigkeit und Verlässlichkeit geprüft, da auch angemerkt werden muss, dass CDA nicht gänzlich objektiv sein kann, da es um die Auslegung „gesellschfatsbegründeter mentaler Konstrukte]” geht (van Dijk 1997: 16), was Raum lässt für subjektive Auslegungen seitens des Forschers, einfach aufgrund der Tatsache, dass Forscher yb durch ihre eigenen Augen betrachten.

Diese Untersuchung ist so aufgebaut, dass die Beziehung zwischen Politikwissenschaft und Massenkommunikation im Allgemeinen dargestellt wird und danach näher auf die folgenden kommunikationsverwandten Themen eingegangen wird: Realität, Darstellung der Realität und Beeinflussung. Realität und Realitätsdarstellung werden innerhalb des Rahmenwerks von Mazzoleni (2002) Mediatized Political Reality Theory (mediatisierte politische Realitätstheorie) und Mazzolenis (2002) Classification of Active Audience (Klassifizierung aktiven Publikums) behandelt. Beeinflussung wird anhand Mazzolenis (2002) Theory of Bias (Beeinflussungstheorie) angegangen.Die Untersuchung wird abschließend das Translation-centered Political Mass Communication Analytical Model (übersetzungsbezogenes politisches Massenkommunikationsanalyse-Modell) vorstellen, das teilweise eigens dazu entwickelt wurde, die Ergebnisse des Translation-centered Discourse—Society Interface Model (TDSI-Modell) im Zusammenhang von Ausgangs- und Zieltexten, die in der politischen Massenkommunikation verwendet werden, zu interpretieren. Mit Fokus auf die Themen Realität und Beeinflussung wird die aktuelle Herangehensweise eine konstruktive Herangehensweise zur abschweifenden Politikwissenschaft widerspiegeln und untersuchen, wie politische Bedeutungen in politische Texte eingebettet werden (Szabó 2003).

In Bezug auf die in diesem Bericht verwendete Terminologie: die Begrifflichkeiten Textverfasser, Medien, und gelegentlich Journalist(der letztere abhängig vom Zusammenhang) schließen auch Übersetzer mit ein, die Texte übersetzen, die in den Medien erscheinen.

2. POLITISCHE KOMMUNIKATION UND DIE MEDIEN

Die Erforschung mediatisierter politischer Kommunikation begann fast kurz nach der Entstehung der Massenmedien. Bereits Ende der 1940er entdeckte man, dass die politische Botschaft oder Aussage (die kürzestmögliche sinnvolle Zusammenfassung eines politischen Textes) und der Kern politischer Texte (die kürzestmögliche sinnvolle Zusammenfassung eines politischen Textes, die alle Themen und Motive aus dem beschriebenen Text enthält) eine sehr große Rolle in der politischen Kommunikation spielen (bezogen auf die Implikationen in Übersetzungswissenschaften vgl. Bánhegyi 2011b, Tirkkonen-Condit 1985, Chilton and Schäffner 1997). Laut Lasswell (1948) wird der Schwerpunkt in Bezug auf Aussagen von Journalisten oder Politikern darauf gesetzt, was der Absender der Botschaft sagt und nicht auf linguistische Merkmale einer Aussage oder den Kontext, innerhalb dessen die politische Kommunikation stattfindet (zitiert in Mazzoleni 2002: 101). In Hinsicht darauf wurde bei mediatisierter Kommunikation sehr früh erkannt, dass es für die Politik von Bedeutung ist, was die Medien kommunizieren und auch wie sie es kommunizieren. Abgesehen davon, dass die kommunizierte Botschaft interessant und argumentativ für den Empfänger sein muss (Hovlandund andere [1953]), wurde festgestellt, dass Medien eine große Rolle dabei spielen, die kommunizierten Nachrichten und Ereignisse zu präsentieren. Wenn eine politische Aussage so vermittelt wird, dass sie eine bestimmte Ideologie unterstützt, dann sprechen wir von Beeinflussung in den Medien zu Gunsten einer oder mehrerer politischer Parteien (Marletti [1985], Gamson und Modigliani [1987], Semetko und andere [1991]).

Es ist kein ungewöhnliches Phänomen, dass Medien und politische Parteien eng oder locker miteinander verbunden sind. Bezüglich dieser Verbindung zwischen Medien und politischen Parteien führt Mazzoleni (2002) an, dass die Presse immer mehr Parteienbeeinflussung gezeigt hat als Radio- oder Fernsehbeeinflussung. Interessanterweise führen in der Presse veröffentlichte Artikel Parteienbeeinflussung mehr vor Augen, als es andere mediatisierte Genres tun. Für die möglichen Gründe des Phänomens erhöhter Parteienbeeinflussung in der Presse zählt Mazzoleni (2002) folgende zwei Punkte auf. Zuerst einmal hatte die Presse den Lauf der Geschichte hindurch immer die Gelegenheit, ausgiebiger verschiedene politische Meinungen widerzuspiegeln, da sie Ereignisse nachvollziehbar und ausführlich darlegt. Zweitens wurden bestimmte Zeitungen traditionell als Instrumente bestimmter Menschengruppierungen (z.B. Parteien) verwendet und zwar mit Hinblick darauf, den wirtschaftlichen und politischen Interessen dieser Gurppen zu dienen. Ein dritter Grund, wie wir denken, könnte auch sein, dass bestimmte mit Finanzspritzen versehene Gruppen Zeitungen finanziell unterstützen werden, die bestimmte Ideologien vertreten, selbst wenn dieses Unterfangen nicht (unmittelbare) finanzielle Gegenleistungen abwirft. Offensichtlich wird in diesem Fall die Zeitung keine Wahl haben und nur die politischen und ideologische Beeinflussung des Inhabers vertreten können.

Wenn Mazzoleni die Beziehung zwischen Presse und der politischen Elite betrachtet (2002), fügt er hinzu, dass Qualitätszeitungen immer darauf aus waren, die Meinungen und Standpunkte der kulturellen und politischen Elite wiederzugeben. Es ist auch bemerkenswert, so Mazzoleni (2002), dass die Mainstream-Presse eine privilegierte Position und Kontakte innerhalb der politischen Elite sucht und davon profitiert. Bezüglich Beeinflussung bedeutet das, dass eine Qualitätszeitung, die mit der kulturellen und politischen Elite verbunden ist, sich an diese anlehnen wird, d.h. eine Beeinflussung in deren Richtung vornehmen wird.

Was Beziehungen zwischen Medien und politischen Parteien angeht, so weisen Semetko und andere (1991) darauf hin, dass in Europa enge Beziehungen zwischen Medien und Parteien vorherrschen: die Medien sind traditionell ein ideologischer Agent in der Gesellschaft; daher sind sie Parteien und deren Führern untergeordnet. Bezüglich Beeinflussung lässt dies darauf schließen, dass abhängig von der politischen Partei, mit der die jeweilige Zeitung öffentlich oder geheim verbandelt ist, die Zeitung die jeweilige Haltung der Partei vertreten wird, deren Interessen darstellen wird und das bei Themen, die publiziert werden und so deren Ideologie reproduzieren wird. Als eine logische Folge davon kann man behaupten, dass Zeitungen, die mit Regierungsparteien verbunden sind, mehr zu politischen Journalismus (advocacy journalism) neigen, während oppositionsbezogene Zeitungen wahrscheinlich mit Watchdog-journalistischen Linien arbeiten (Semetko und andere[1991]). Politischer Journalismus repräsentiert und verteidigt den Standpunkt der Regierung während Watchdog-Journalismus die Regierung kritisiert und angreift. Ungarische Tageszeitungen sind offensichtlich keine Ausnahme und scheinen dem gleichen Trend zu folgen (vgl. Szabó [2003]).

Wenn wir akzeptieren, dass Parteien Einfluss auf Medien nehmen, dann erscheint es sinnvoll, herauszufinden, in welchem Ausmaß dies passiert oder passieren kann. In Bezug auf die Parteienbeeinflussung der Medien unterscheiden Blumler und Gurevitch (1990) die folgenden vier Niveaus parteiischer Beeinflussung:

  1. Hohes Niveau an politischer Beeinflussung: Wenn Parteien keine direkte Kontrolle auf Informationskanäle ausüben, es aber eine indirekte Kontrolle durch politisch-ideologische Kooperation mit Medienexperten gibt;
  2. Mittleres Niveau an politischer Beeinflussung: Wenn die Medien eine bestimmte Partei oder eine bestimmte politische Richtung unterstützen, diese Unterstützung jedoch von der kritischen Beurteilung von Handlungen von Politikern oder bestimmten politischen Standpunkten abhängt;
  3. Niedriges Niveau an politischer Beeinflussung: Wenn Medienunterstützung durch politische Parteien sporadisch und unvorhersehbar ist, da die Medien nicht von politischen Ereignissen abhängig sind. Das bedeutet, dass die Ereignisse, die in einem bestimmten Land stattfinden und eine politische Bedeutung haben nicht notwendigerweise in den Medien erscheinen, aber dass keine Partei oder Gruppe die Macht darüber hat, inwiefern die Ereignisse in den Medien erscheinen;
  4. Keine Parteienbeeinflussung: vollständige politische und herausgeberische Autonomie.

Selbst wenn Niveau 4 für objektiven Journalismus wünschenswert wäre, genießt selten eine Zeitung finanzielle Unabhängigkeit von Entscheidungsträgern in einem Ausmaß, das volle Objektivität ermöglicht. Dies trifft besonders in Ungarn zu, wo der Zeitungsmarkt tatsächlich nicht alle Tageszeitungen unterstützen kann und wo nicht-parteien-beeinflusste zentrale Regierungsbefürworter unter bestimmten politischen Kräften in der Regierung quasi nicht-existent sind.

In Hinsicht auf eine potentielle Medienbeeinflussung in einem gegebenen politischen Umfeld behauptet Mazzoleni (2002), dass nicht-beeinflusste normative und ethische Prinzipien des Journalismus einen Schlüsselfaktor darstellen, der das Niveau der Medienbeeinflussung steuert: je fester man an normativen und ethischen Prinzipien des Journalismus festhält, desto weniger Instanzen des politischen und des Watchdaog-Journalsimus können beobachtet werden.

3. POLITISCHE REALITÄT

Die Ist-Realität der politischen Ereignisse, die dargestellte Realitätin politischen Texten und deren Beziehung zueinander haben lange im Fokus der politischen Kommunikation gestanden. Ist-Realität bezeichnet die politischen Ereignisse wie sie passieren, während dargestellte Realität alle Methoden und Mittel beinhaltet, wie politische Realität über bestimmte Kanäle und Medien kommuniziert wird. Bestimmte Herangehensweisen bezüglich politischer Kommunikation an das Thema politische Realität und die Darstellung der Ist-Realität stehen im Mittelpunkt der Art und Weise, wie politische Realität in der Konstruktion der Nachrichtenbestandteile widergespiegelt wird (McQuail [1994]) oder in der Agendaerstellung (McCombs [1996]), d.h. welche potentiellen politischen Ereignisse in Nachrichten behandelt werden und welche politischen Ereignisse Teil längerfristiger politischen Pläne und Agenden sind. Abgesehen davon konzentrieren sich andere Herangehensweisen auf die Meinung der Mehrheit der Nachrichtenempfänger, die nicht anwesend sind, wenn politische Ereignisse stattfinden und die das politische Ereignis nicht bereits selbst persönlich erleben und nur mit der sprachlichen Übermittlung dessen konfrontiert sind (Corcoran [1990], Edelman [1987], Oakeshott [2001], Szabó [2003]). Dies deutet an, dass die sprachliche Übermittlung eines politischen Ereignisses eine andere Wahrnehmung vermitteln kann, als wenn man das Ereignis selbst miterlebt. Die letztere Herangehensweise an politische Realität hat die Forschung zu den Auswirkungen politischer Realität, die im Kontext mediatisierter Politikausübung Empfängern solcher mediatisierter Realität und der betroffenen Gesellschaft gegenüber dargestellt wird, angeheizt.

Basierend auf der Untersuchung der Beziehung zwischen Medien und politischen Ereignissen im Rahmen von Crespis (1994) Forschungsbericht der Chicago School und besonders auf den Arbeiten von Mead (1934) und Gurevitch und Blumler (1990), nennt Mazzoleni (2002) die Bildung der sozialen Struktur der Realität als die zentrale Rolle der Medien. Dieser Ausdruck bezieht sich auf „die Fähigkeit, das System der Bedeutungsbestimmung und der Anleitung von Handlungen von Individuen in der Gesellschaft zu strukturieren” (Mazzoleni 2002: 60); in anderen Worten: eine mediatisierte Interpretation der politischen Ereignisse bieten. Offensichtlich könnenbestimmen (characterizing) und anleiten (guiding) in solch einem sozialen und politischen Kontext nicht zu einer nicht-beeinflussten Darstellung der politischen Realität führen, besonders wenn wir von einer Interpretation der politischen Ereignisse durch eine Person, die bei für die Medien arbeitet, sprechen. Angesichts der Rolle der Medien in der politischen Kommunikation und der Tatsache, dass die Medien politische Ereignisse interpretieren, wird die Darstellung solcher Ereignisse im gegenwärtigen Kontext als manipulativ angesehen (vgl. Szabó 2003).

In Verbindung mit Manipulation und in Übereinstimmung mit der konstruktivistischen Herangehensweise an diskursive Politikwissenschaft unterscheidet Mazzolenis (2002) Mediatized Political Reality Theory drei Kategorien der Ist-Realität, so wie sie in den Medien dargestellt wird:

  1. objektive Realitätbezeichnet Ereignisse, Menschen und Handlungen, die sich auf ein politisches Ereignis beziehen—d.h. eine Regierung und ihre Entscheidungen—ohne jegliche Ausrichtung auf Darstellung oder Verzerrung, d.h. ausschließlich die tatsächlichen Ereignisse, Menschen und Handlungen werden dargestellt;
  2. subjektive Realitätbezieht sich auf die gleiche objektive Realität, aber diese Realität wird aus der Perspektive der an dieser Realität Beteiligten und des Publikums solcher politischer Realität wahrgenommen. Beteiligte bedeutet hier grundsätzlich, dass Menschen an politischen Ereignissen beteiligt sind oder durch sie betroffen sind, z.B. Wähler, Familien, Journalisten usw.;
  3. konstruierte Realitätbezieht sich auf diejenigen Ereignisse, die sichtbar sind und wahrnehmbar sind und auch für Nicht-Insider oder Nicht-Experten Sinn machen, d.h. für alle, die keine Politiker oder Politikstudenten sind, nur wenn die Medien diese in ihrer eigenen Auslegung darstellt. Die Darstellung verbirgt sich ergebende Verbindungen zwischen politischen Ereignissen und eine Erklärung dafür.

Aus dem Obigen ergibt sich, dass die politische Realität, die von einem Journalisten dargelegt wird, in die Kategorie entweder der subjektiven oder der konstruierten Realität fällt (oder in beide, da sie sich überlappen können). Es ist wichtig zu wissen, dass argumentative Texte wie z.B. Zeitungstexte sehr wahrscheinlich einer der obigen Kategorien zugeordnet werden kann (subjektive oder konstruierte Realität darstellend), da diese Artikel-aufgrund ihrer argumentativen Natur-politische Ereignisse beschreiben und kausale Zusammenhänge zwischen ihnen herstellen können und diese Ereignisse aus der Autorenperspektive  (oder der Übersetzerperspektive) des Verfassers des mediatisierten Textes darstellen können. Auf der anderen Seite bieten argumentative Texte höchstwahrscheinlich Erklärungen für politische Ereignisse, da sie politische Ereignisse beschreiben und Zusammenhänge zwischen solchen Ereignissen herstellen, da das Teil der Argumentation ist.

Was nun auch immer nicht-objektiv bedeutet—lassen wir es subjektive Realität sein, wie sie vom Journalisten wahrgenommen wird, oder konstruierte Realität als Ergebnis der politischen Erklärungen eines Journalisten—so ist sie unweigerlich anfällig für Beeinflussung und nichts Konstruiertes kann unabhängig von seinem oder seinen Konstrukteur/en existieren. Solch ein nicht-objektives Szenarion wird zweifelsohne zu einer subjektiven und deshalb beeinflussten Darstellung der Ereignisse, Menschen und politischen Handlungen führen. Weiterhin kann objektive Realität in sich selbst nie dargestellt werden, da es unmöglih ist, einen Bericht über Ereignisse zu erstellen, „so wie sie sind”: Im Falle der Presse werden politische Ereignisse immer durch die Augen eines Journalisten dargestellt, die die Ereignisse in ihren Artikeln auslegen und interpretieren.

Ein weiterer bedeutender Faktor bei der Darstellung politischer Realität auf Seiten der politischen Textverfasser, einschließlich der Journalisten und Übersetzer von politischen Texten, ist, dass aktive Publikum (Mazzoleni 2002). Aktives Publikum beschreibt, wie der Journalist und der Übersetzer sich als Bürger auf politische Ereignisse beziehen, die aktuell auf der politischen Tagesordnung stehen. Journalisten und Übersetzer beobachten vielleicht Unterschiede bezüglich der Haltungen zwischen verschiedenen Parteien und es kann gut sein, dass sie mit einer Partei sympathisieren, die ihre Meinung am besten räpresentiert (Mazzoleni 2002) und dass sie ihre Sympathie folglich in ihren Texten durch die Darstellung konstrierter Realität ausdrücken. Ähnlich ist es, wenn Journalisten und Übersetzer sich den Auswirkungen politischer Texte aussetzen. Dann kann es sein, dass sie ihre eigene Meinung zu jedem beliebigen Aspekt in diesem Zusammenhang untermauern wollen: das heißt, es ist gut möglich, dass Journalisten Artikel verfassen und Übersetzer Übersetzungen anfertigen, die ihre eigenen politischen Haltungen durch die Darstellung konstruierter Realität widerspiegeln.

Im Zusammenhang mit der Darstellung politischer Realität und dem politischen Potenzial, dass sich darin verbirgt, beobachten Noelle-Neumann (1984) und Losito (1994), dass durch die Medien mächtige Gruppierungen mit hoch interessantem Darstellungspotenzial dazu in der Lage sind, ihre politische Meinung widerholt und deutlich auszudrücken mit dem Ergebnis, dass die Empfänger solcher politischen Texte annehmen, dass diese Meinungen entscheidend sind.

Wie bereits oben angemerkt, ist es unmöglich, politische Realität objektiv darzustellen oder objektiv darüber zu schreiben. Wenn diese nicht-objektive Darstellung oft vorkommt und sie in einem Zug mit bestimmten Tendenzen erfolgt, dann sprechen wir von Beeinflussung, worauf wir unten näher eingehen.

ARTEN DER BEEINFLUSSUNG

Die Unfähigkeit der Medien, Empfänger mit objektiver Realität zu versorgen scheint die Spekulation zuzulassen, ob Medien überhaupt bewusst wählen können, ob sie über eine bestimmte subjektive oder konstruierte politische Realität berichten und/oder politische Realität so wiedergeben können, dass die daraus resultierende Darstellung einhergeht mit den politischen Haltungen oder Weltanschauungen bestimmter mächtiger Gruppierungen (Gitlin [1990], Entman [1993], Mazzoleni [2002]). Wenn die objective politische Realität absichtlich als subjektive oder konstruierte Realität präsentiert wird, dann sprechen wir, basierend auf Mazzolen’s (2002) Theory of Bias vonabsichtlicher Beeinflussung. Sollte sibjektive oder konstruierte Realität dargestellt werden, um ein ideologischen Ziel zu erreichen, dann tritt Manipulationauf. Manipulation ist tatsächlich „das Produkt/Ergebnis der Parteilichkeit und Einseitigkeit der Medien, wenn sie Nachrichten im Interesse einer

oder mehrer Parteien des politischen Systems berichten” (Mazzoleni 2002: 27), was offensichtlich der Ausdruck absichtlicher Beeinflussung ist.

Mazzolenis (2002) Theory of Bias zufolge existiert auchversehentliche Beeinflussung, abgesehen von absichtlich Beeinflussung. In diesem Fall sind sich Journalisten ihrer unterbewussten Tendenzen der Darstellung subjektiver oder konstruierter Realität nicht bewusst. Wir müssen solche Beispiele von unserer Untersuchung ausschließen, da die gegenwärtige Studie die Untersuchung unterbewusster Tendenzen von Textverfassern (einschließlich Journalisten und Übersetzern) nicht miteinbezieht. Als Folge davon werden wir voraussetzen, dass Textverfassung bewussten Tendenzen widerspiegelt, einschließlich der möglichen Anwendung absichtlicher Beeinflussung.

4.1 Die Schaffung oder Verzerrung von Realität

In Bezug auf die möglichen Gründe für absichtliche Beeinflussung wurde herausgestellt, dass Journalisten ihre eigenen politischen Präferenzen haben könnten: sie könnten mit einer Partei oder einer Regierung verbunden sein und daher Texte verfassen, die über diese Sympathien bereichten oder es können Zeichen im Text enthalten sein, die Auswirkungen dieser Verbundenheit sind (Blumler and Gurevitch 1990: 275). Auf Seiten der Journalisten werden persönliche politische Verbindungen, die sich in Beeinflussung auf Textlevel zeigen, persönliche politische Beeinflussung im gegenwärtigen theoretischen Kontext genannt (politische Beeinflussung in Mazzolenis [2002] Theory of Bias, um genau zu sein). Übersetzer könnten auch persönliche politische Beeinflussung in ihren Zieltexten haben. Das bedeutet quasi, dass Journalisten und Übersetzer ihre eigenen politischen Überszeugungen in ihren Artikeln und Übersetzungen entsprechend wiedergeben.

Mazzoleni (2002) behauptet jedoch auch, dass die professionellen Normen und Standards, die im Journalismus allgemein und speziell auf ein Medium bezogen, für das ein Journalist arbeitet gleichwertig eine große Rolle dabei spielen, dass Beinflussung in Nachrichtenberichterstattung erfolgt. Wenn ein Journalist sich an diese professionellen Normen und Standards hält, wird dies der sich daraus resultierende Text zeigen, wenn man nach Mazzolenis (2002) Theory of Bias geht und das nennt man strukturelle Beeinflussung. Das heißt, Nachrichten werden die professionellen Normen und Standards des Mediums widerspriegeln, das eine Nachricht veröffentlicht. Diese Normen und Standards können eine mehr oder weniger obejktive Darstellung der politischen Realität vorschreiben und bedeuten, dass die Verfassung argumentativer Texte oder Sensationsartikel, wie es der Fall sein könnte, zu der Art und dem Charakter des Ist-Mediums passen usw. Das lässt auch darauf schließen, dass bestimmte Medien Nachrichten

veröffentlichen, wie es ihnen ihre professionellen Normen und Standards diktieren, die die politische Linken- oder Rechten-Beeinflussung darstellen und die argumentativen oder sensationsbezogenen Charakter haben usw. Solche Merkmale beschreiben die strukturelle Beeinflussung dieser Artikel.

In Bezug auf die aktuelle Studie, ist die Beeinflussung in politischer Massenkommunikation mit dem TSD-Modell verbunden wie die Beeinflussung in der politischen Kommunikation „die Quelle der Macht ist: sie ist ein Instrument, um Macht auszuüben, sie hat eine kontrollierende und erneuernde Rolle in der Gesellschaft” (Mazzoleni 2002: 40).

Dies lässt darauf schließen, dass Beeinflussug und die Darstellung der Realität auf der einen Seite und die Gesellschaft, der Kontext, die Macht und die Ideologie auf der anderen Seite im Bereich der politischen Massenkommunikation miteinander verschachtelt sind. Unten wird erklärt, wie die unterschiedlichen Formen von Realität und Beeinflussung, die in Ausgangs- und Zieltexten vorhanden sind, im Licht der politischen Massenkommunikation durch ein zwei-Bestandteile-Analyse-Modell, dasTranslation-centered Political Mass Communication Model (TPMC- Modell) ausgelegt werden. Es wird auch beschrieben, wie die beiden Bestandteile Realität und Beeinflussung mit den vier Bestandteilen des TDSI-Modells im Zusammenhang stehen. Tatsächlich wird das TPMC-Modell dazu verwendet, die Ergebnisse des TDSI-Modells zu interpretieren.

DAS TRANSLATIONS-CENTERED POLITICAL-MASS-COMMNICATION-MODELL

Das TPMC-Model wurde eigens zur Interpretation der Ergebnisse des TDSI-Modells entwickelt. Nichtsdestotrotz kann das TPMC-Modell auch allein verwendet werden. Tatsächlich erklärt das TPMC-Modell die Ergebnisse des TDSI-Modells aus einer funktionalen Sicht und ermöglicht es, Schlussfolgerungen im Zusammenhang mit journalistischem und übersetzerischem Verhalten genauso wie dem kritischen Bewusstsein von Übersetzern in Verbindung mit der Übersetzung von politischen Texten zu ziehen.

Das TPMC-Modell besteht aus den folgenden Bestandteilen: Realität, wie in Mazzolenis (2002) Mediatized Political Reality Theory definiert und Beeinflussung, wie in Mazzolenis (2002) Theory of Bias definiert. Da das TDSI-Modell Textmerkmale aufweist, die mit dem soziopolitischen Kontext des Ausgangs- und Quelltextes verbunden sind genauso wie mit dem Wiederaufgreifen von Macht und Ideologie in diesen Texten, kann man diese Textmerkmale erklären, indem man Antworten darauf findet, warum die Quelltexte so aufgebaut sind wie sie aufgebaut sind und warum die Zieltexte so übersetzt wurden wie sie übersetzt worden sind, immer in Bezug auf die Funktion der politischen Massenkommunikation in den betreffenden Texten. Da die vorrangige Funktion aller politischen Texte es ist, Leser zu überzeugen (Oakeshott 2001: 193), ist die Darstellung der Realität und der Beeinflussung entscheidend, da durch sie für Lesere eine bestimmte Realität dargestellt, erklärt und politisch positioniert werden kann, um für bestimmte politische Interessen zu werben.

Im Licht obiger Erkenntnisse betrachtet, konzentriert sich der Realitätsbestandteil des TPMC-Modells auf die objetive oder nicht-objektive Darstellung der politischen Realität bei Nachrichten und deren Übersetzungen. Be idem TPMC-Modell hat die Realität zwei Aspekte: subjektive Realität und konstruierte Realität. Der Term subjektive Realität bezeichnet die Realität, die aus Perspektive der Beteiligten auf diese politische Realität wahrgenommen wird und die Art und Weise der Darstellung dieser Realität. In einem übersetzungswissenschaftlich-bezogenem Forschungszusammenhang impliziert dies, dass sowohl dr Journalist als auch der Übersetzer ihre jeweils eigene subjektive Realität in ihren Texten in Worte fassen, da sie Beteiligte am politischen Geschehen sind, welches in Ausgangs- und Zieltexten dargestellt wird.

Konstruierte Realität bezieht sich auf jene Ereignisse, die durch Auslegung der Medien präsentiert werden und beschreibt die Darstellungsmethode dieser interpretierten Realität. In einem übersetzungswissenschaftlich-bezogenen Forschungskontext impliziert dies, dass Journalisten bestimmte politische Ereignisse im Rahmen ihrer eigenen Auslegung in ihren Nachrichten darstellen, die als Ausgangstexte fungieren während Übersetzer in ihren Zieltexten ebenfalls ihre enstprechende Auslegung der betreffenden politischen Realität einfließen lassen, natürlich innerhalb der Grenzen, die be idem Ausgangstext gesetzt wurden.

der andere Bestandteil des TPMC-Modells, Beeinflussung, bezieht sich auf die persönlichen politischen Überzeugungen und die professionellen Normen und Standards des Journalismus und des Übersetzens der politischen Texte. Der Beeinflussungsbestandteil beinhaltet zwei Aspekte: persönliche politische Beeinflussung undstrukturelle Beeinflussung. Persönliche politische Beeinflussung bezeichnet persönliche politische Verbindungen, die un Texten als Beeinflussung auftreten: solche Beeinflussung äußert sich durch Journalisten und Übersetzer als persönliche politische Verbindung mit verfolgbare Textmerkmalen. Im Kontext der aktuellen Studie impliziert dies, dass Journalisten ihre persönlichen politischen Ansichten in ihre Ausgangstexte einfließen lassen, da sie höchstwahrscheinlich mit der politischen Seite sympathisieren, mit der auch die Zeitung, für die sie arbeiten, sympathisiert. Genauso werden Übersetzer ihre eigen politischen Überzeugungen haben, die sie in ihre Zieltexte miteinbringen.

Der zweite Aspekt der Beeinflussung, strukturelle Beeinflussung, beschreibt porfessionelle Normen und Standards in Verbindung mit Textverfassung. Im Kontext der aktuellen Studie kann strukturelle Beeinflussung wie folgt funktionieren: Journalisten befolgen die professionellen Normen und Standards, die die Zeitungen fordern, für die sie beschäftigt sind während Übersetzer von den professionellen Normen und Standards des Übersetzens geleitet werden, so wie sie sie sehen. Es ist wahscheinlich, dass sowohl Journalisten als auch Übersetzer danach streben, Texte zu verfassen, die Herausgeber und Kunden gleichermaßen entsprechend zufriedenstellen.

Der Klarheit halber zeigt Tabelle 1 die Aspekte des Translation-centered Political Mass Communication-Modells dargestellt durch die beiden Bestandteile des Modells.

Translation-centered Political Mass Communication-Modell-Bestandteil:

Realität

Aspekt Beschreibung
subjektive Realität Realität, die aus der Perspektive der an der Realität Beteiligten wahrgenommen wird

(Journalisten und Übersetzer) und die Darstellung

dieser Realität

konstruierte Realität Ereignisse, die durch die Auslegung der Medien

oder einer Übersetzung dargestellt werden und

die Darstellung dieser Auslegung

Translation-centered Political Mass Communication-Modell-Bestandteil:

Beeinflussung

Aspekt Beschreibung
persönliche politische Beeinflussung persönliche politische Verbindungen von

Journalisten und Übersetzern, die sich in Form von

Beeinflussung in Texten widerspiegeln

strukturelle Beeinflussung die professionellen Normen und Standards des

Journalismus und des Übersetzens bezogen auf

politische Texte, die sich in Form von

Beeinflussung in Texten widerspiegeln

Tabelle 1: Die Bestandteile und Aspekte des Translation-centered Political Mass Communication-Modells

Wie oben erwähnt, kann das TPMC-Modell zur Interpretation der Ergebnisse aus den vier Bestandteilen des TPMC-Modells verwendet werden: die zwei Bestandteil des TPMC-Modells werden mit den vier Bestandteilen des TDSI-Modells verbunden. In der Praxis bedeutet das, dass die Ergebnisse der vie Bestandteile des TDSI-Modells als Input für die zwei Bestandteile des TPMC-Modells in dem hier vorgestellten theoretischen Modell dienen.

Das vier-Bestandteile-TDSI-Modell enthüllt Textmerkmale in Bezug auf Ausgangs- und Zieltexte (Bestandteil Kontext), auf soziale Handlungen, die man sich als Konsequenz aus dem Lesen der Texte erhofft (Aktions-/Handlungs-Bestandteil) und auf das Wiederaufgreifen der Macht (Macht-Bestandteil) und der Ideologie (Ideologie-Bestandteil).Der Realitätsbestandteil des TPMC-Modells dreht sich um die Darstellung politischer Realität, während der Beeinflussungesbestandteil sich um persönliche politische Überzeugungen und professionelle Normen und Standards der Textverfassung dreht. Bei dem Versuch, die Ergebnisse des TDSI-Modells mit Hilfe des TPMC-Modells auszulegen, werden die Ergebnisse, die mit Hilfe der Aktions- und Ideologie-Bestandteile des TSDI-Modells erzeugt wurden, durch den TPMC-Modell-Bestandteil Beeinflussung erläutert, während die Ergebnisse, die mittels der Kontext- und Macht-Bestandteile des TDSI-Modells durch den TPMC-Modell-Realitätsbestandteil erklärt werden. Dies wird wie folgt gerechtfertigt: die AKtions- und Ideologiebestandteile des TDSI-Modells enthüllen soziale Handlungen, die sich daraus erhofft werden und ideologisch aufgeladene Textverfassung, die in Verbnindung stehen mit personenspezifischen politischen und professionellen Geisteshaltungen zu der Beeinflussung, die in dem TMPC-Beeinflussungsbestandteil enthalten sind. Personenspezifische politische Einstellungen sind auf Seiten der Journalisten und der Übersetzer zu beobachten, während professionelle Einstellungen von Zeitungen gefordert werden, die die Ausgangstexte veröffentlichen und von der „Kunst”, „dem Gewerbe” oder dem Markt des Übersetzens. Auf der anderen Seite decken der Kontext- und der Macht-Bestandteil des TDSI-Modells soziale und politische Zusammenhänge auf und beschreiben sowohl die Macht, die Journalisten und Übersetzern Zugang zur politischen Ist-Realität gewährt, um Texte darüber zu verfassen als auch die Macht, die dieser Zugang in der Kommunikation garantiert. Diese Aspekte beziehen sich auf politische Realität im TPMC-Modell-Bestandteil Realität.

Abb. 1 stellt bildlich die Beziehung zwischen verschiedenen Bestandteilen des TDSI-Modells und des TPMC-Modells dar.
Abb. 2: Visuelle Darstellung der Beziehung zwischen Bestandteilen des TSDI- und des TPMC-Modells.

Wenn man die Abbildung betrachtet, sieht man, welche Ergebnisse welcher Bestandteile des TDSI-Modells als Input für welche Bestandteile des TPMC-Modells dienen. Ebenso wird eine symmetrische Beziehung zwischen beiden Modellen ersichtlich (2 Bestandteile des TDSI-Modells sind jeweils mit jedem Bestandteil des TPM-Modells verbunden). Es kann auch angenommen werden, dass die gleiche Datenmenge bei jedem Bestandteil angesammelt werden kann, was zu einer gleichgewichtigen Analyse führt, bei der ungefähr die gleiche Datenmenge entsprechend als Input und Output verwendet oder produziert werden kann.

SCHLUSSFOLGERUNG

Um die Analyse mediatisierter politischer Texte in den Übersetzungswissenschaften zu erleichtern, wurde basierend auf Mazzolenis (2002) Mediatized Political Reality Theory und Mazzolenis (2002) Theory of Bias das TPMC-Modell entwickelt, um einen tiefgründigeren Bericht über Ausgangs- und Zieltextmerkmale von politischen mediatisierten Texten zu liefern und die Analyse der TDSI-Modell-Ergebnisse im Kontext mediatisierter politischer Kommunikation zu ermöglichen. Die Untersuchung rechtfertigt die parallele Anwendung des TDSI- und des TPMC-Modells und brachte auch Klarheit in das Verhältnis zwischen den Bestandteilen beider Modelle. Die Hoffnung ist groß, dass die Anwendung des TPMC-Modells in den Übersetzungswissenschaften die Analyse mediatisierter politischer Texte vereinfacht und sie mtransparenter macht, es aber auch erleichtert, dass Untersuchungsergebnisse aus der Anwendung des TPMC-Modells verglichen werden.

Hoffentlich werden die Anwendung des TPMC-Modells und die Untersuchungsergebnisse das Bewusstsein für das Vorhandensein möglicher politischer Manipulation in Übersetzungen schärfen.

Literaturhinweise

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