Wozu einen Englisch-Übersetzer?

englischuebsetzungenmünchen

Engisch kann doch jeder

Englisch könne jeder ist eine Aussage, die wir immer wieder hören und über die wir uns immer wieder wundern. Meist wird hinterhergeschoben, es hätte doch jeder in der Schule Englisch gelernt. Natürlich stimmt das nicht. Im Osten beispielsweise wurde zuerst Russisch gelernt. Aber auch im Westen war  Englisch  nicht für jeden die erste Sprache. Und wer ein paar Jahre Schul-Englisch hatte, der beherrscht nunmal die Englische Sprache nicht. Dazu kommt, dass die meisten nach der Schulzeit gar keine Möglichkeit hatten, die Sprache weiter zu praktizieren. Es ist kaum zu glauben, wie schnell man eine Sprache verliert. Nach 10 Jahren ist so gut wie nichts mehr davon übrig. Und wenn wir hören, die meisten Leute Englisch  sprechen, müssen wir feststellen, dass sie nicht wirklich in der Lage sind, sich beispielsweise flüssig über die Comedy-Sendung von gestern Abend zu unterhalten. Da nützt es auch wenig, wenn der Arbeitgeber großzügig einen Kurs für Business-Englisch "springen" lässt.

Und wie sieht es mit Jura aus? Was da tatsächlich steht, sprich, was es wirklich bedeutet, weiß man oft schon im Deutschen nicht. Genau deswegen wendet man sich ja an einen Anwalt. Wenn man also schon im Deutschen nicht weiß, was da steht, wie soll man es dann in die Fremdsprache  übertragen können?

Selbst wenn wir Fachbereiche wie Jura, BWL, Medizin o.ä außer Acht lassen, so weiß selbst der studierte, erfahrene Übersetzer, wie leicht er an seine Grenzen stoßen kann. Als Profi übersetzt man ausschließlich in die Muttersprache. Warum? Weil man egal, wie gut man eine Fremdsprache beherrscht, bestimmte Feinheiten oft einfach nicht mitbekommt. Sprache ist überaus komplex. Und wer glaubt, es würde reichen, ein paar Jahre im Ausland gewesen zu sein, um eine Sprache zu beherrschen und vielleicht noch die Arbeit eines Übersetzers  beurteilen zu können, der überschätzt sich und seine sprachlichen Kompetenzen. Die meisten Leute glauben, sie könnten Englisch. Aus ihrer Sicht tun sie das vielleicht auch. Es ist immer die Frage, welchen Anspruch man an sich hat.