Wie wird man Übersetzer?

Übersetzer werden, aber wie?

Ein  ist ein Sprachmittler, der – im Gegensatz zum Dolmetscher fixierten (in der Regel schriftlichen) Text von einer Ausgangssprache in eine Zielsprache übersetzt.

Die BerufsbezeichnungÜbersetzer“ ist – im Gegensatz zu Berufsbezeichnungen wie „Arzt“ oder „Notar“ – in Deutschland und Österreich gesetzlich nicht geschützt, wodurch die Berufsausübung auch ohne eine entsprechende Prüfung möglich ist. Vor missbräuchlicher Verwendung geschützt sind aber mit bestimmten Zulassungen verbundene Bezeichnungen wie „öffentlich bestellter und beeidigter Übersetzer“, „ermächtigter Übersetzer“ oder „allgemein beeidigter Übersetzer“, die sich je nach (Bundes-)Land unterscheiden, sowie durch staatliche Prüfungen oder Hochschulabschlüsse erworbene Titel wie „staatlich geprüfter Übersetzer“, „akademisch geprüfter Übersetzer“, „Diplom-Übersetzer“, „B.A. Übersetzen“, „Master Übersetzungswissenschaft“ usw.

In Deutschland gibt es u. a. die Studiengänge Diplom-Übersetzer, Diplom-Fachübersetzer, Translatologe (B.A.) und (M.A.), derzeit befindet sich die Ausbildung jedoch aufgrund des Bologna-Prozesses im Umbruch. Übersetzen kann an Universitäten und Fachhochschulen studiert werden. Quereinsteiger können auch unabhängig von einem bestimmten Ausbildungsgang den Abschlussstaatlich geprüfte/r Übersetzer/in“ bzw. „staatlich anerkannte/r Übersetzer/in“ erwerben. An der Universität Düsseldorf existiert der Diplom-StudiengangLiteraturübersetzen“. Ein weiterer akademischer Titel, der des „akademisch geprüften Übersetzers“, kann z.B. an den Universitäten Mainz-Germersheim und Heidelberg erworben werden. An der Universität Leipzig werden Übersetzer im StudiengangTranslation (B.A.)“ und „Translatologie (M.A.)“ ausgebildet.

In Bayern gibt es keine akademische Ausbildung, die zu einem Diplomtitel führt. Die Ausbildung erfolgt vielmehr an Fachakademien mit dem Ausbildungszielstaatlich geprüfte/r Übersetzer/-in und Dolmetscher/-in“. Es existieren sechs derartige Fachakademien (in München zwei, nämlich das Fremdspracheninstitut der Landeshauptstadt München (FIM) und das Sprachen & Dolmetscher Institut München (SDI), ferner in Erlangen das Institut für Fremdsprachen und Auslandskunde (IFA) bei der Universität Erlangen-Nürnberg, sowie Institute in Kempten, Bamberg und Würzburg). Das SDI bietet auch Aufbaustudiengänge für Software-Lokalisierung und Fach- sowie Konferenzdolmetschen.